Der Cabri G2 ist einer der modernsten Hubschrauber seiner Klasse — konzipiert für ein Minimum an lebensdauerbegrenzten Teilen. Betreiber geben dadurch weniger für teure Bauteilwechsel aus und verbringen mehr Zeit in der Luft.

Lebensdauerbegrenzte Baugruppen
Beim Cabri G2 haben die Rotorblätter, die Naben von Haupt- und Heckrotor sowie die Zelle selbst keine feste Lebensdauer. Die einzigen Komponenten mit einer echten Begrenzung sind die Getriebe und der Motor.
Die Verbundwerkstoffzelle des Cabri G2 hat keine definierte Gesamtlebensdauer — die einzigen Grenzen sind planmäßige Inspektionen und der Zustand.
Rotorblätter sowie die Naben von Hauptrotor und Fenestron haben keine feste Lebensdauergrenze (zustandsabhängige Prüfung) — sie werden bei planmäßigen Inspektionen bewertet.
Keine Kalenderbegrenzung — die Lebensdauer wird ausschließlich in Flugstunden definiert.
Die TBO (Zeit zwischen Überholungen) hängt von den verwendeten Ersatzteilen und der Nutzungsintensität ab. Danach folgt eine vollständige Überholung.
Glossar
Wartungspläne verwenden mehrere Abkürzungen und Einheiten. Im Folgenden eine kurze Erklärung der Begriffe und warum es wichtig ist, Flugstunden von der Kalenderzeit zu unterscheiden.
Intervall zwischen Überholungen. Beim Lycoming-Motor des Cabri G2 sind dies typischerweise 2.500 Flugstunden oder 12 Jahre, abhängig von Version und verwendeten Ersatzteilen. Nach Erreichen der TBO wird der Motor überholt oder ersetzt.
MGB = Hauptgetriebe (zwischen Motor und Hauptrotor). TGB = Heckgetriebe (treibt den Fenestron an). Beide haben beim Cabri G2 eine Lebensdauer von 2.200 Flugstunden, ohne Kalenderbegrenzung.
Die Zeit, in der sich der Hubschrauber tatsächlich in der Luft befindet. Die meisten Aufgaben richten sich nach Flugstunden — z. B. die 50-Stunden-Inspektion oder die Überholung nach 2.200 Stunden. Die Stunden werden ab dem Abheben gezählt, nicht ab dem Motorstart.
Die Aufgabe muss auch dann durchgeführt werden, wenn der Hubschrauber nur wenig geflogen wird. Zum Beispiel wird die 100-Stunden- / 12-Monats-Inspektion fällig, je nachdem, was zuerst eintritt: 100 Flugstunden oder 12 Monate seit der letzten Inspektion.
Planmäßige Inspektionen
Die folgende Übersicht zeigt, wie lange der Hubschrauber bei jeder Art der planmäßigen Wartung am Boden bleibt. Dank optimierter Prozesse und eines umfangreichen Ersatzteillagers halten wir Ausfallzeiten auf ein Minimum.
| Inspektion / Aufgabe | Dauer |
|---|---|
Erste 25 Stunden Erste Inspektion nach dem Einfliegen | < 1 Tag |
50 Stunden Grundlegende planmäßige Inspektion | < 1 Tag |
100 Stunden / 12 Monate Jährliche Inspektion | 1–2 Tage |
500 Stunden / 60 Monate Erweiterte Inspektion | 3–5 Tage |
Lycoming SB388 — alle 300 h Prüfung von Auslassventilen und Führungen | 4 Stunden |
Überholung (Motor, MGB, TGB) Überholung lebensdauerbegrenzter Baugruppen | 1–3 Wochen |
Die angegebenen Zeiten sind Richtwerte und basieren auf der Standardpraxis unseres Servicezentrums. Die tatsächliche Dauer kann je nach Zustand des jeweiligen Luftfahrzeugs, zusätzlich erforderlichen Arbeiten und der Einhaltung von Lufttüchtigkeitsanweisungen oder Service Bulletins variieren.
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