Luftfahrt-Glossar
Kollektivsteuerung
Der links vom Piloten angebrachte Hebel, der den Anstellwinkel aller Rotorblätter gleichzeitig verändert. Bestimmt den Gesamtschub — Steigen oder Sinken.
Der Collective hebt oder senkt (über die Taumelscheibe) den Anstellwinkel jedes Hauptrotorblattes gleichzeitig. Eine Erhöhung des Anstellwinkels erhöht den Schub, und der Hubschrauber steigt. Gleichzeitig steigt der Rotorwiderstand und die Drehzahl sinkt, weshalb moderne Hubschrauber über einen gekoppelten Gasgriff (bei Kolbenmustern) oder einen automatischen Korrelator bzw. FADEC (bei Turbinenmustern) verfügen, der die Triebwerksleistung anpasst. Der Collective ist die wichtigste Steuerung bei der Autorotation: Fällt das Triebwerk aus, senkt der Pilot sofort den Collective, um die Rotordrehzahl zu erhalten.
Verwandte Begriffe
- Zyklische SteuerungDie mit der rechten Hand bediente primäre Hubschraubersteuerung. Neigt die Rotorscheibe und legt die Flugrichtung fest — vorwärts, rückwärts oder seitwärts.
- AutorotationEin Flugzustand, in dem die Luftströmung durch den Rotor diesen ohne Triebwerksleistung weiterdrehen lässt. Ermöglicht dem Hubschrauber eine sichere Landung nach einem Leistungsausfall.
- KolbentriebwerkEin Hubkolben-Verbrennungsmotor — bei Hubschraubern typischerweise ein luftgekühlter Boxermotor mit vier oder sechs Zylindern. Treibt den Robinson R22, R44 und den Guimbal Cabri G2 an.